Revolut hält sich London und New York offen
Revolut prüft für einen späteren Börsengang eine Doppelnotierung an der London Stock Exchange und an der Nasdaq. Gründer und CEO Nik Storonsky bezeichnete den US-Markt wegen seiner größeren Investorenbasis als besonders attraktiv.
Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Reuters verweist auf frühere Berichte, nach denen ein Börsengang frühestens 2028 realistisch sein dürfte und zusätzlich vom Marktumfeld abhängt.
80 Millionen Kunden verändern die Größenordnung
Seit der Gründung 2015 ist Revolut auf 80 Millionen Kunden weltweit gewachsen. Bei einem Anteilsverkauf im November wurde das Unternehmen mit 75 Milliarden Dollar bewertet und damit höher als zahlreiche etablierte europäische Banken.
Laut einem von Reuters zitierten Bericht der Financial Times hatte Revolut Investoren im Frühjahr sogar ein mögliches Bewertungsziel von bis zu 200 Milliarden Dollar für einen späteren Börsengang genannt. Ob eine solche Bewertung erreichbar ist, hängt von Wachstum, Profitabilität und den Kapitalmärkten zum Zeitpunkt des IPO ab.
Aus der Finanz-App wird schrittweise eine internationale Bank
Revolut hat 2026 seine regulatorische Basis deutlich ausgebaut. In den USA erhielt das Unternehmen eine vorläufige Genehmigung für eine nationale Banklizenz. Zuvor kamen Banklizenzen beziehungsweise Zulassungen in Großbritannien und Frankreich hinzu.
Damit wächst Revolut nicht nur bei Kundenzahlen, sondern auch in klassische Bankbereiche hinein. Für die Wahl des Börsenplatzes wird deshalb relevant, wo das Unternehmen langfristig Kapital, institutionelle Investoren und neue Kunden am besten miteinander verbinden kann.

