Der Überblick/Wirtschaft

Deutsche Start-ups erhalten bis September acht Milliarden Euro

Damit übertrifft der Zufluss bereits das Gesamtjahr 2025. Zudem zählt der Monitor zehn neue Unicorns im Jahr 2026 bis zum Erhebungszeitpunkt.

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Panoramaansicht der Skyline Berlins mit dem Fernsehturm unter einem klaren blauen Himmel.

Mehr Kapital, neue Milliarden-Start-ups

Bis Ende September 2026 flossen laut Startup-Verband acht Milliarden Euro in deutsche Start-ups. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2025. Der Deutsche Startup Monitor zählt außerdem zehn neue im Jahr 2026 bis zum Erhebungszeitpunkt. Als Unicorns gelten Start-ups mit einer Bewertung von mindestens einer Milliarde US-Dollar.

Für den Monitor erhob der Verband Daten von 1.803 Start-ups. Die Finanzierungszahl beschreibt den Zufluss von Wagniskapital, also Geld, das Unternehmen für Wachstum und Entwicklung aufnehmen. Zugleich wünschen sich 89 Prozent der Gründerinnen und Gründer mehr Wagniskapital aus Deutschland und Europa. Der hohe Zufluss und dieser Wunsch stehen damit nebeneinander: Das Finanzierungsvolumen ist groß, während ein Großteil der Befragten mehr Kapital aus der Region möchte.

Börsenpläne und digitale Dienste sind US-orientiert

Bei den Start-ups mit Börsengangplänen bevorzugen 62 Prozent eine US-Börse. 27 Prozent nennen Deutschland. Die Werte beziehen sich auf Unternehmen, die einen Börsengang planen, und beschreiben ihre bevorzugten Börsenplätze.

Auch bei digitalen Technologien ist die US-Orientierung ausgeprägt: 64 Prozent der Start-ups setzen überwiegend oder ausschließlich auf Anbieter aus den USA. Börsenplatz und Technologieanbieter stehen für unterschiedliche Entscheidungen. Die Angaben zeigen für beide Bereiche jeweils eine starke Ausrichtung auf die USA, nicht aber eine einheitliche Entscheidung aller Start-ups.

KI steht häufiger im Zentrum der Produkte

Bei 53 Prozent der befragten Start-ups steht künstliche Intelligenz im Zentrum des Produkts. 2024 lag dieser Anteil bei 39 Prozent. Die Daten weisen damit einen Anstieg um 14 Prozentpunkte aus. Die Angaben zum KI-Anteil berichtet die Tagesschau.

Der Monitor verbindet ein hohes Finanzierungsvolumen und neue Unicorns mit einer starken US-Orientierung bei Börsenplänen und digitalen Technologien. Zugleich ist KI bei einem größeren Anteil der erfassten Start-ups zentraler Produktbestandteil als 2024. Die unterschiedlichen Kennzahlen beleuchten verschiedene Seiten der Branche: Kapitalzufluss, Börsenpräferenzen, technologische Nutzung und Produktfokus.

QuelleStartup-Verband ↗Veröffentlicht am 2026-09-28
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