Der Überblick/Energie

Siemens Energy erzielt 17,9 Milliarden Euro Rekordaufträge

Der Auftragsbestand stieg zum Quartalsende auf 162 Milliarden Euro. Siemens Gamesa meldete erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder ein positives Quartalsergebnis.

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Symbolbild: Energieinfrastruktur und Windkraft in Deutschland

Rekord bei Aufträgen und Auftragsbestand

Siemens Energy verzeichnete im dritten Geschäftsquartal einen Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro. Nach Angaben des Unternehmens ist das ein neuer Rekord. Zum Quartalsende lag der Auftragsbestand bei 162 Milliarden Euro. Auch Umsatz und Profitabilität erreichten laut Konzern Quartalsrekorde.

Die Kennzahlen zeigen, dass Siemens Energy im Berichtszeitraum sowohl neue Aufträge verbuchte als auch einen großen Bestand an noch abzuarbeitenden Aufträgen auswies. Wie sich Auftragseingang und Auftragsbestand auf einzelne Geschäftsbereiche verteilen, geht aus den bereitgestellten Angaben nicht hervor. Ebenso fehlen konkrete Umsatz- und Profitabilitätswerte. Ein Vergleich mit dem Vorjahresquartal lässt sich auf dieser Grundlage daher nicht beziffern.

Siemens Gamesa schreibt wieder schwarze Zahlen

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Windkrafttochter Siemens Gamesa. Sie meldete erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder ein positives Quartalsergebnis. Damit liegt für das Unternehmen erstmals seit diesem Geschäftsjahr wieder ein Quartal mit einem Gewinn vor. Die Angaben enthalten jedoch weder die Höhe des Ergebnisses noch eine Aufschlüsselung, welche Faktoren den Wechsel ins Plus ermöglicht haben.

Siemens Gamesa hielt zugleich an dem Ziel fest, 2026 die Gewinnschwelle zu erreichen. Das positive Quartal ist ein Fortschritt, belegt für sich genommen aber nicht, dass dieses Ziel bereits erreicht ist oder dauerhaft gesichert wäre. Dafür wären weitere Quartalsergebnisse und zusätzliche Angaben zur Entwicklung nötig. Der Konzern machte in den vorliegenden Informationen keine konkreteren Aussagen dazu, wie sich das Ergebnis der Windkrafttochter im weiteren Jahresverlauf entwickeln soll.

Was die Zahlen über die Geschäftslage aussagen

Der Auftragsbestand von 162 Milliarden Euro ist eine Momentaufnahme zum Quartalsende. Er beschreibt den Bestand an Aufträgen, die noch abzuarbeiten sind, nicht den Umsatz, den Siemens Energy bereits erzielt hat. Der Rekord beim Auftragseingang wiederum bezieht sich auf die im Quartal neu verbuchten Aufträge. Beide Größen geben damit unterschiedliche Einblicke in die Geschäftslage: Die eine in neu hinzugekommene Aufträge, die andere in den vorhandenen Bestand.

Für Siemens Energy ist die Entwicklung auch im Zusammenhang mit seiner Rolle als deutscher Energietechnik-Konzern relevant. Das Unternehmen ist in einer Branche tätig, deren Anlagen und Technik für Stromerzeugung, Netze und den Ausbau der Energieinfrastruktur in Deutschland und international zentral sind. Die Rekordmeldungen allein lassen allerdings keine Aussage darüber zu, welche konkreten Projekte oder Regionen den Auftragseingang getragen haben oder welche Folgen sich daraus für einzelne Infrastrukturvorhaben ergeben.

Insgesamt berichtet Siemens Energy für das dritte Geschäftsquartal von Höchstwerten bei Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität. Zugleich markiert das positive Quartalsergebnis von Siemens Gamesa eine Veränderung gegenüber den Jahren seit 2022. Ob daraus eine anhaltende Erholung der Windkrafttochter wird, ist anhand eines einzelnen Quartals nicht abzuleiten.

QuelleSiemens Energy ↗Veröffentlicht am 2026-08-05
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