Breiterer Aufschwung im September
Der Composite Output PMI für die Eurozone stieg im September auf 53,1 Punkte, nach 52,0 im August. Laut der am 23. September veröffentlichten Schnellumfrage von S&P Global ist das der höchste Wert seit 41 Monaten. Der Index fasst die Entwicklung in Industrie und Dienstleistungen zusammen.
Beide Bereiche trugen zum Anstieg bei: Der Dienstleistungsindex erreichte mit 53,0 ein Zehnmonatshoch. Die Industrieproduktion kam auf den höchsten Stand seit 55 Monaten. Auch die neuen Aufträge nahmen stärker zu als in jedem Monat seit Mai 2022. Das weist auf eine breitere Verbesserung der Geschäftslage hin, nicht nur auf eine Erholung in einem einzelnen Sektor.
Die Beschäftigung stieg den zweiten Monat in Folge. Der Zuwachs blieb jedoch moderat. Die Umfrage beschreibt damit eine wachsende Aktivität, aber keinen kräftigen Beschäftigungsschub.
Höhere Preise bleiben ein Risiko
Parallel zur stärkeren Aktivität beschleunigte sich der Preisanstieg. Sowohl die Vorleistungspreise als auch die Verkaufspreise legten so schnell zu wie seit vier Monaten nicht mehr. S&P Global wertete die Entwicklung als Hinweis auf anhaltende Inflationsrisiken.
Die PMI-Daten zeigen damit zwei gegenläufig relevante Signale für die Wirtschaft: mehr Produktion und Nachfrage auf der einen, zunehmenden Kostendruck auf der anderen Seite. Sie belegen jedoch für sich genommen weder, wie dauerhaft die Beschleunigung ausfällt, noch wie stark sie sich auf die allgemeine Inflation auswirkt. Die Schnellumfrage liefert eine Momentaufnahme der Unternehmensaktivität im September.

