Der Überblick/Technologie

Bundesnetzagentur will Open Access bei Glasfasernetzen erleichtern

Neue Orientierungspunkte sollen Verhandlungen zwischen Netzbetreibern und Diensteanbietern beschleunigen und mehr Wettbewerb ermöglichen.

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Glasfaser- und Netzwerkkabel in einem Serverraum

Ein Netz, mehrere Anbieter

Open Access bedeutet, dass ein Telekommunikationsunternehmen Dienste über das Glasfasernetz eines anderen Betreibers anbieten kann. Für Haushalte kann dadurch mehr Auswahl entstehen, obwohl physisch nur eine Glasfaserleitung bis zum Gebäude liegt.

Das Modell ist vor allem deshalb wichtig, weil parallele Netze teuer sind. Wenn mehrere Anbieter dieselbe Infrastruktur nutzen können, lassen sich Investitionen besser auslasten und Verbraucher müssen nicht darauf warten, dass jeder Anbieter ein eigenes Netz baut.

Die schwierige Frage ist der Preis

Entscheidend ist, zu welchen Konditionen Wettbewerber Zugang erhalten. Sind die Entgelte zu hoch, wird Open Access wirtschaftlich unattraktiv. Sind sie zu niedrig, können Netzbetreiber argumentieren, dass sich der Ausbau neuer Glasfaseranschlüsse weniger lohnt.

Die Bundesnetzagentur will deshalb Orientierungspunkte für Entgeltprinzipien schaffen. Sie sollen Verhandlungen vereinfachen und Unternehmen einen Rahmen geben, ohne jeden einzelnen Preis zentral festzulegen.

Warum das für den Glasfaserausbau relevant ist

Deutschland muss gleichzeitig zwei Ziele erreichen: mehr Glasfaseranschlüsse bauen und auf den vorhandenen Netzen ausreichend Wettbewerb ermöglichen. Open Access verbindet beide Fragen direkt miteinander.

Gelingt ein verlässlicher Rahmen, könnten bestehende Netze stärker ausgelastet werden und Anbieter schneller neue Kundinnen und Kunden erreichen. Die Orientierungspunkte befinden sich zunächst in der Konsultation; wie stark sie den Markt tatsächlich verändern, hängt von ihrer späteren Anwendung ab.

QuelleBundesnetzagentur ↗Veröffentlicht am 22. September 2026
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