KI, die mit der realen Welt arbeitet
Physical AI bezeichnet KI-Systeme, die nicht nur digitale Inhalte verarbeiten, sondern in der physischen Welt eingesetzt werden. Robotik und industrielle KI sind Anwendungsfelder: Ein System kann etwa Daten aus seiner Umgebung aufnehmen und für eine Aufgabe verarbeiten. Dafür müssen Software und technische Komponenten zusammenspielen.
An dieser Schnittstelle setzt das Physical AI Growth Lab an. UnternehmerTUM Accelerator, Microsoft, Infineon Technologies und NVIDIA kündigten das Programm am 22. Oktober 2026 an. Es soll europäische Start-ups vom Prototyp bis zur kommerziellen Skalierung unterstützen. Der Accelerator läuft von Januar bis April 2027 und richtet sich an Teams aus Physical AI, Robotik und industrieller KI.
Cloud, Chips und Werkzeuge für die Entwicklung
Die Partner decken unterschiedliche technische Bausteine ab. Microsoft stellt KI- und Cloud-Infrastruktur bereit. Infineon liefert Halbleiter, Leistungselektronik, Mikrocontroller, Sensoren und Konnektivitätslösungen. Diese Komponenten können dazu dienen, Daten zu erfassen und zu verarbeiten sowie Geräte miteinander zu verbinden.
NVIDIA bringt seinen Physical-AI-Stack ein. Dazu gehören Training, Simulation und Einsatz sowie der Zugang zu Software Development Kits () und offenen Modellen. Training bezeichnet das Anpassen eines KI-Systems an Aufgaben. Bei einer Simulation lassen sich Abläufe in einer virtuellen Umgebung erproben. Der Einsatz führt das entwickelte System in die praktische Anwendung. Zusammen decken die genannten Werkzeuge damit verschiedene Entwicklungsschritte ab.
Für Teams mit einem funktionsfähigen Prototyp oder MVP
Das Programm setzt unter anderem einen funktionsfähigen Prototyp oder ein Minimum Viable Product (MVP) voraus. Ein MVP ist eine erste nutzbare Produktversion. Teilnehmen können Teams mit bis zu 20 Personen. Der Accelerator ist kostenlos und verlangt keine Unternehmensanteile.
Das Hybridprogramm umfasst Vor-Ort-Sessions in München. Für die Start-ups verbindet das Angebot technische Infrastruktur und Entwicklungswerkzeuge mit einem Accelerator-Programm. Der Ansatz richtet sich damit an Teams, die bereits eine erste funktionierende Lösung entwickelt haben und diese weiterentwickeln wollen.

