Drei Veränderungen im Arbeitsalltag
Beschäftigte, deren KI-Nutzung sich in den fünf Jahren vor der Befragung intensiviert hatte, berichteten von komplexeren Tätigkeitsanforderungen und mehr Arbeitsautonomie. Zugleich gaben sie eine höhere Arbeitsintensität an. Diese Befunde stehen im Mittelpunkt der zweiten Erhebung des Projekts „Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung“ (DiWaBe 2.0), deren Ergebnisse das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlicht hat.
Die drei Begriffe beschreiben unterschiedliche Dimensionen der Arbeit: Komplexere Anforderungen betreffen die Aufgaben, Autonomie den eigenen Handlungsspielraum und Arbeitsintensität eine weitere Seite des Arbeitsalltags. Mehr Autonomie und höhere Arbeitsintensität können zugleich auftreten.
Was die Erhebung erfasst
Die repräsentative Querschnittserhebung befragte 2024 rund 9.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland. An der Kooperation waren neben dem BIBB die BAuA, das ZEW, das IAB und das BIBB beteiligt.
Eine Querschnittserhebung bildet Antworten aus einer Befragung ab. Sie zeigt, welche Einschätzungen bei den befragten Gruppen gemeinsam auftreten; einen ursächlichen Effekt der intensiveren KI-Nutzung belegt sie damit nicht.
Einordnung der Befunde
Die Ergebnisse ergeben kein schlichtes Bild von Entlastung oder Verschärfung: Anforderungen, Handlungsspielraum und Arbeitsintensität sind unterschiedliche Dimensionen, die sich zugleich verändern können.

