Förderbescheid für den Standort Itzehoe
Vishay Siliconix Itzehoe erhält rund 215 Millionen Euro von Bund und Land, um die Chip-Produktionskapazitäten am Standort auszubauen. Der Förderbescheid wurde am 30. Oktober 2026 übergeben.
Vishay plant, eine neue Generation von Silizium-MOSFETs auf 300-Millimeter-Siliziumwafern zu fertigen. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums soll sich die Produktionskapazität in Itzehoe mehr als verdoppeln. Heise berichtet, dass am Standort bis zu 250 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Die EU-Kommission hat die Beihilfe laut heise bereits genehmigt.
Was die Fertigung herstellen soll
MOSFETs sind Transistoren, die elektrische Ströme schalten oder steuern. Als Leistungshalbleiter kommen sie in Systemen zum Einsatz, in denen elektrische Energie geregelt wird. Die geplanten Bauteile können unter anderem in der Elektromobilität, in der Industrie und für die Stromversorgung von KI-Anwendungen eingesetzt werden.
Die Angabe 300 Millimeter bezeichnet den Durchmesser der Siliziumscheiben, auf denen Chips gefertigt werden. Eine größere Waferfläche kann grundsätzlich Platz für mehr Bauteile pro Fertigungsdurchlauf bieten. Wie viele davon am Ende nutzbar sind, hängt auch vom Produkt und vom Fertigungsprozess ab. Der geplante Waferdurchmesser beschreibt daher die Grundlage der Fertigung, nicht für sich allein die Zahl der produzierten Chips.
Kapazitätsausbau ohne genannten Starttermin
Die Förderung betrifft den Ausbau der Produktionskapazitäten; die neue Fertigung ist auf Leistungshalbleiter für mehrere Anwendungsfelder ausgerichtet. Damit verbindet das Vorhaben eine konkrete Erweiterung am Standort mit Produkten, die unter anderem in Fahrzeugen, Industrieanlagen und der Stromversorgung von KI-Anwendungen eingesetzt werden können.
Die Primärquelle nennt keinen konkreten Produktionsstart. Als weitere Größenordnung berichtet heise von bis zu 250 möglichen neuen Arbeitsplätzen.

